Zwischen Pflanze und Patient
liegt ein langer Weg. Wir kümmern uns um das Stück in der Mitte.
Hycann Health ist ein Swissmedic-lizenzierter Pharmagrosshändler mit Sitz im Waadtland und einer Zweigniederlassung im Kanton Zug. Wir bauen nicht selbst an und stehen nicht am Patientenbett. Unser Beitrag liegt dazwischen: dafür zu sorgen, dass eine sorgfältig angebaute Cannabisblüte frisch, unbeschädigt und gut dokumentiert in der Apotheke ankommt – und von dort zum Patienten.
Gegründet am Biopôle, zwischen Forschungslaboren und klinischen Studien.
Hycann Health SA entstand 2023 am Campus Biopôle in Epalinges, einem der dichtesten Life-Sciences-Standorte der Westschweiz. Forschungslabore, Biotechs und klinische Studien sind hier nicht Kulisse, sondern Nachbarschaft. Das hat unsere Haltung geprägt: Eine Cannabisblüte ist ein Arzneimittel und verdient dieselbe Sorgfalt wie jede andere verschreibungspflichtige Substanz – reproduzierbar in der Wirkung, Charge für Charge, transparente Lieferkette vom Steckling bis zur Apotheke.
Was diese Pflanze besonders macht, ist ihre Komplexität. Über die Wirkung entscheidet nicht der THC-Wert allein, sondern das Zusammenspiel vieler Stoffe – von denen sich einige überraschend verhalten. Das Cannabinoid THCV ist eng mit THC verwandt, blockiert in niedriger Dosis aber genau den CB1-Rezeptor, den THC aktiviert, und wird deshalb als Appetitzügler erforscht – das Gegenteil des bekannten «Heisshungers» (Pertwee, Br. J. Pharmacol. 2008). Das Terpen β-Caryophyllen, das auch Pfeffer und Nelken ihren Duft gibt, bindet direkt an den CB2-Rezeptor und gilt damit als «Cannabinoid aus der Küche» (Gertsch et al., PNAS 2008). Und die phenolischen Flavonoide Cannflavin A und B hemmen die Bildung entzündungsfördernder Prostaglandine rund dreissigmal stärker als Aspirin (Barrett et al., 1986). Vieles davon ist erst in Ansätzen verstanden. Genau das finden wir spannend – und es ist der Grund, warum wir jede Sorte als das behandeln, was sie ist: einen eigenen Organismus, kein austauschbares Gramm Wirkstoff.
Seit 2024 betreuen wir unsere Apothekenkundschaft zusätzlich über die Zweigniederlassung in Steinhausen (ZG) und verfügen hier über ein Swissmedic-Bewilligungsportfolio, das die Einfuhr, die Herstellung und die Ausfuhr von Arzneimitteln sowie den Grosshandel und den Handel im Ausland mit Arzneimitteln abdeckt.
Am Ende jeder Charge steht ein Patient, der sich auf eine gleichbleibende Wirkung verlässt. Zwischen Pflanze und Patient liegt ein komplexes Zusammenspiel aus Cannabinoiden, Terpenen und Phenolen – und eine sorgfältig und gewissenhaft organisierte Lieferkette, angefangen mit der Auswahl der besten Anbaupartner und Hersteller. Damit versuchen wir, unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Schweizer Cannabisindustrie zu leisten.— Gründungsteam, 2023
Verständnis für alle Teile der Lieferkette.
Im Team kommen Erfahrungen zusammen, die sich selten an einem Ort finden: aus dem Anbau, aus der GMP-Herstellung, aus der Apothekenpraxis, aus dem Pharmagrosshandel und aus der Logistik. Diese Mischung macht Gespräche auf Augenhöhe möglich – mit Anbaupartnern über Kultivierungsmethoden und Botanik, mit Apothekerinnen über Magistralrezepturen, mit Ärztinnen und Ärzten über Anwendungsfelder.
Mehrsprachig zu arbeiten ist dabei selbstverständlich: Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch reichen von Schaffhausen bis Chiasso.
Westschweiz und Zentralschweiz, mit kurzen Wegen in alle Sprachregionen.
Epalinges
Gründungsort und Hauptsitz.
Auf dem grössten Life-Sciences-Campus der Westschweiz.
1066 Epalinges (VD)
Steinhausen
Vollständige Zweigniederlassung mit eigenem Swissmedic-Bewilligungsportfolio.
Qualitätsmanagement und Apotheken Kundenservice.
6312 Steinhausen (ZG)
Drei Prinzipien, die unter jeder Charge stehen.
Hersteller-unabhängig
Wir bauen bewusst nicht selbst an. Das erlaubt uns, jeden Anbaupartner allein an seiner Qualität zu messen, ohne Rücksicht auf eine eigene Produktion. Wer ins Portfolio kommt, bleibt nicht automatisch drin.
Reproduzierbarkeit zuerst
Eine Patientin in Lausanne soll im Juli dieselbe Qualität erhalten wie ein Patient in St. Gallen im Dezember – und zwar nicht nur denselben THC-Wert, sondern dasselbe Profil. GACP im Anbau, GMP in der Herstellung und GDP in der Logistik sorgen dafür, dass das keine Glückssache ist.
Audit vor Ort
Zertifikate und Datenblätter sind die eine Seite. Die andere sieht man nur vor Ort. Darum auditieren wir unsere Anbaupartner regelmässig persönlich – im Gewächshaus, im Indoor-Betrieb, in der Verarbeitung. Was wir nicht mit eigenen Augen gesehen haben, nehmen wir nicht ins Sortiment.
Ein Schweizer Ansprechpartner, kurze Wege, klare Zuständigkeiten.
Was unser Schweizer Standort im Alltag bedeutet: Bestellungen sind meist am nächsten Tag in der Apotheke, jede Charge steht unter Schweizer Aufsicht, und bei Rückfragen antwortet ein Team in vier Sprachen. Ob eine Blüte aus der Schweiz oder dem Ausland kommt, ändert daran nichts. Was das im Einzelnen heisst:
- Swissmedic-Bewilligungsportfolio für Einfuhr, Herstellung, Ausfuhr, Grosshandel und Handel im Ausland
- GDP- und GMP-zertifizierte Prozesse mit externer, unabhängiger fachtechnisch verantwortlicher Person
- Analysezertifikat (CoA) zu jeder Charge im Fachbereich abrufbar
- Viersprachiges Team in DE, FR, IT und EN
- 24-Stunden-Lieferung schweizweit
- Sitz im Waadtland, Zweigniederlassung im Kanton Zug